Gamescom 2018 – Macht sie überhaupt noch Spaß?

Gamescom 2018 - Macht sie überhaupt noch Spaß?

Wie sicher war die Gamescom 2018?

Die Gamescom ist besonders für Redaktuere vor allem am Fachbesuchertag ein wundervolles Erlebnis. Man kann persönliche Gespräche führen, Demos testen und Einblicke hinter die Entwicklung der Spiele bekommen. Aber wie viel Spaß macht die Gamescom noch, wenn man sie als Privatperson besucht?

Die Gamescom und die Sicherheit

Es gibt Gründe, wieso man bei einer solch großen Massenveranstaltung besonderes Augenmerk auf die Sicherheit haben sollte. Wenn man die jüngsten Ereignisse, die sich bei einem Videospiel-Turnier in Jacksonville zugetragen haben, betrachtet, sind Ängste unter den Besuchern vollkommen nachvollziehbar. In der Vergangenheit gab es schon diverse Szenarien, welche die Veranstalter zu gewissen Maßnahmen zwangen. Erinnern wir uns zum Beispiel an 2013. In jenem Jahr wurde es stellenweise so eng, dass selbst die Aussteller ihre Bedenken äußerten. Daraufhin folgten 2014 verstärkte Sicherheitsvorkehrungen. Die Besucherströme wurden so geleitet, dass sie wichtige Fluchtwege und Notausgänge nicht verstopfen. Zudem wurde die Messe um einige Hallen, wie zum Beispiel Merchandise in Halle 5 oder Family and Friends in Halle 10 erweitert.

Durch verheerende Terroranschläge rund um den Globus sahen sich auch die Veranstalter der Gamescom dazu verpflichtet, die Sicherheitsmaßnahmen für die Messe 2016 noch einmal anzuheben. Auch wenn dazu aufgerufen wurde, sämtliche Taschen und ihre Inhalte Zuhause zu lassen, gab es das erste Mal intensive Taschenkontrollen. Zudem wurde man von Kopf bis Fuß einmal abgetastet. Den kreativen Cosplayern hatte man untersagt, Nachbildungen von Waffen oder ähnliche Gegenstände mit auf die Messe zu nehmen. Genau diese Sicherheitsbestimmungen fehlten uns in diesem Jahr besonders. Sie waren wenig, wenn nicht sogar gar nicht vorhanden.

Wie sicher fühlten wir uns?

Von diesen angezogenen Sicherheitsvorkehrungen hat man in diesem Jahr kaum etwas gemerkt. Nicht nur beim Fachbesucher-Eingang wurden die Rucksäcke nur sporadisch kontrolliert. Ein kleiner Blick genügte, und ich durfte rein. Nur einmal hat man sich mein Deospray im Handgepäck-Format etwas genauer angeguckt. Abtasten? Fehlanzeige! Beim normalen Besucher-Eingang sah es nicht anders aus. Man hätte getrost Messer, oder gar schlimmeres wie zum Beispiel eine Schusswaffe mit sich führen können. Es wäre alles unbemerkt geblieben. Wenn man bedenkt, was somit passieren hätte können, wird einem schon flau im Magen.

Was allerdings geblieben ist, ist das Leitsystem, um die Massen zu koordinieren. Hier wurden wieder Wege um die Hallen herum geschaffen, damit der Hauptdurchgang und die Hallen entlastet waren. Für die Presse, bzw. Aussteller war das eher suboptimal gelöst. Sie stehen so oder so die ganze Woche unter Strom und Zeitdruck und durften keinen kürzeren, bzw. die eigentlichen Wege zu den wichtigen Business Areas nehmen. Da gab es wilde Gestiken und Diskussionen mit dem Sicherheitspersonal, das sicherlich auch nur seinen Job machte.

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